Projektbeschrieb

Schweigen. Schweigen. Verschwiegenheit. Verschweigen. Punkt. Punkt.

Installationen der in Ennenda geborenen, international tätigen Künstlerin Franziska Greber
Anna Göldi Museum, Ennenda, 25. Mai – 2. August 2019

Franziska Greber hat sich in ihrem langjährigen Schaffen für Frauen- und Menschenrechte engagiert. 2016 initiierte sie in Simbabwe das internationale Kunstprojekt WOMEN IN THE DARK. Frauen, die im Dunkeln der Gesellschaft leben, erhalten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Verletzungen, Hoffnungen und Wünsche auf weisse Blusen mit einem roten Permanentstift zu schreiben. In jedem Land wird eine Kooperation aufgebaut, welche WOMEN IN THE DARK vor Ort umsetzt.

Bisher beteiligen sich acht Länder: Simbabwe, Seychellen, Mauritius, China, Indien, Deutschland, Chile und auch die Schweiz. Das Schreiben der Frauen fliesst in einen künstlerischen Prozess, der ihre Botschaften aufgreift und zu Ausstellungen mit unterschiedlichen Installationen der Kleidungsstücke, der Texte, Fotos und des Videomaterials führt.

Die Stimmen der Frauen werden hör- und erlebbar. Der Chor von Frauenstimmen erhebt sich – das Schweigen wird gebrochen.

MEDIENBERICHT
Die Idee hinter WOMEN IN THE DARK ist simpel, der Effekt überwältigend
(NZZ Neue Zürcher Zeitung, Brigitte Hürlimann, 29. September 2017)

AUSSTELLUNG ,SchweigenPunkt’
Schweigen steht oft in Konflikt mit verschiedenen Interessen. Wann, warum und was Frauen zum Ausdruck bringen, hängt von vielen Faktoren ab und ist auch land- und kulturspezifisch. Werte sind eine wichtige Referenz, ebenso wie die Sicherheit. Es ist eine dünne Linie, ob die erhabenen Stimmen je erklingen, resonant und schlagkräftig sind oder wieder verstummen. Die Ausstellung setzt sich mit Fragen des Schweigens und Redens auseinander und möchte Frauen ermutigen, aus dem Dunkeln hervorzutreten.

Wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung unserer Ausstellung .SchweigenPunkt’.