Projektbeschrieb

Gesundheit Voksschule

Zusammenfassende Beschreibung des Projekts

1) Hintergrund des Projektes
Gut 20% der Schülerinnen und Schüler (SuS) in der Volksschule sind mit chronischen medizinischen Belastungen konfrontiert. Neben primären chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Epilepsie und Asthma sind dies zunehmend auch sekundäre chronische Erkrankungen, bei denen sich eine akute, oft lebensbedrohliche Erkrankung (z.B. Herzerkrankungen, extreme Frühgeburtlichkeit etc.) in eine chronische Erkrankung wandelt.
Immer wieder bestätigt sich aber, dass das Management von krankheitsbedingten chronischen Belastungen in der Schule zwar auf grosses Interesse und Engagement der Lehrerschaft stösst, aber in der konkreten Situation schwierig und anspruchsvoll ist. Es fehlt an fachlichen Kompetenzen, klaren Zuständigkeiten, genügend Ressourcen und festgelegten Prozessen. Im anglo-amerikanischen Raum und in Skandinavien gibt es sogenannte School Nurses.

2) Ziel des Projektes
Das Ziel des vorliegenden Projektes ist es daher, das Modell einer School Nurse in Schweizer Volksschulen in einer Pilotschule zu testen, zu begleiten und weiter zu entwickeln. Dabei sollen von Anfang an alle Beteiligten, insbesondere auch die Schulen und Lehrpersonen, aber auch Betroffene (Eltern und SuS), schulärztliche Dienste, Patientenvereinigungen etc. eingebunden werden.
Am Ende des Projektes soll ein differenziertes und im Schullalltag getestetes Konzept resultieren, welches in größerem Maßstab in Schweizer Volksschulen implementiert werden kann.

3) Vorgesehene Aufgaben der School Nurse im Projekt
Die Aufgabe der School Nurse in diesem Projekt ist es, die vollständige Inklusion chronisch kranker Kinder in die Bildungs- und Entwicklungsaufgaben der Volksschule zu fördern und zu ermöglichen. Dazu arbeitet die School Nurse als kommunikative Drehscheibe zwischen chronisch kranken Kindern, Mitschüler-innen und – schülern, Lehrpersonen, der Schulleitung und weiteren Beteiligten. Sie fördert aktiv die gegenseitige Verständigung, vermittelt zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen, sucht mit allen Beteiligten nach konstruktiven Lösungen und bringt lösungsorientiert ihr Fachwissen ein.

4) Zeitlicher Verlauf und Finanzierung
Die Schule Hofacker in Triengen, Kanton Luzern, hat für das Pilotprojekt zugesagt. Die Schule mit ca. 600 Schülerinnen und Schülern verfügt über alle Stufen der Volksschule (Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe, Sekundarstufe I und II.

Die Projektleitung hat von der Berner Fachhochschule bereits eine Anschub-finanzierung von 44.700.- zugesprochen erhalten. Mit diesem Betrag soll bis Juni 2019 zusammen mit der Pilotschule ein vollständiges Projekt erarbeitet werden, welches die Zustimmung aller Stakeholder findet. Für die Umsetzung und Evaluation des Pilotprojekts wird eine Finanzierung durch eine Stiftung angestrebt.

Tabelle 1

Anfragende Institution
Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit und Departement Wirtschaft

Projektleitung:
Prof. Dr. med. Albert Zeyer, Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit, Abteilung Pflege
Prof. Dr. Andrea Gurtner, Berner Fachhochschule, Department Wirtschaft, Institut Unternehmensentwicklung
Finanzierungsbedarf: sFr. 150.000.- bis 200.000.-

Kontaktinfos
Person: Albert Zeyer
albert.zeyer@bfh.ch