Google bietet mit seinem kostenlosen "Ad Grants"-Programm gemeinnützigen und steuerbefreiten Organisationen die Möglichkeit, kostenlos Werbung mit AdWords zu schalten. Kurzum, NGOs bekommen Gratis-Werbeplätze bereitgestellt, um auf Google-Suchergebnisseiten auf sich aufmerksam zu machen. So können neue Besucher auf die eigene Webseite gebracht und damit der Traffic erhöht werden. In der Google Grants Basisversion steht ein monatliches Klickbudget von etwa CHF 10'000 zur Verfügung (rund CHF 300/Tag). In der Grantspro-Version sind es etwa CHF 40'000 im Monat (rund CHF 1'300/Tag).

Für die Teilnahme am Programm gelten allerdings gewisse Voraussetzungen und Richtlinien. Einerseits müssen die Organisationen einen anerkannten gemeinnützigen Status haben. Dieser kann mithilfe einer amtlichen Steuerbefreiung bei Google nachgewiesen werden. Andererseits gilt ein festes Tagesbudget. Hinzu kommt ein maximaler Klickpreis (CPC) von knapp CHF 2.00. Dazu gelten die Anzeigen nur für keyword-bezogene Kampagnen, für Textanzeigen und erscheinen bloss auf den Google-Ergebnisseiten. Die Keywords und die dazu passenden Anzeigentexte müssen relevant sein sowie das AdWords-Konto aktiv bewirtschaftet und die Wirksamkeit kontrolliert werden sollen.

Die obersten Positionen erreicht man mit diesen Voraussetzungen nur durch regelmässige Keywordanalysen, Optimierung der Anzeigentexte und durch qualitativ hochwertige Zielseiten. Im Vorfeld sollte ausserdem überlegt werden, wie die Besucher auf der Webseite motiviert werden können, eine Handlung auszuführen. Oberste Ziele von NGOs sind zumeist, Nutzer zum Spenden zu animieren, eine Mitgliedschaft abzuschliessen oder Projekte zu unterstützen. Dies tun sie aber nur, wenn sie Interesse an der Organisation und deren Projekten haben. Umso wichtiger ist es für NGOs, über relevante Anzeigen qualitativ hochwertige Nutzer für sich zu begeistern.

Fazit: Google bietet mit seinem kostenfrei zur Verfügung gestellten Grants-Programm NGOs eine gute Möglichkeit, auf ihre Angebote und Themen aufmerksam zu machen - wenn auch mit einigen Einschränkungen.

Martin Waldau
Projektleiter Digitale Medien

Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Wirtschaft
martin.waldau@fhnw.ch

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