6. Artikel der Blogreihe mit SwissFoundations!

Als nationaler Verband ist SwissFoundations in allen Landesteilen präsent, so auch in der französischen Schweiz. Mit 3500 Stiftungen sind in der Romandie ein Viertel der etwas über 13'000 Stiftungen der Schweiz angesiedelt. Alleine am Genfersee befinden sich in den Kantonen Waadt und Genf über 2500 Stiftungen. Das jährliche Nettowachstum gehört mit 77 Neugründungen im Jahr 2017 zum dynamischsten der Schweiz. (Quelle: Schweizer Stiftungsreport 2018).

Die Nähe zu «Genève Internationale» fördert diese rege Stiftungslandschaft: Nirgendwo sonst findet man auf zwei Quadratkilometern zu jedem denkbaren Entwicklungsthema einen Experten. Die Vereinigten Nationen, das World Economic Forum, das IKRK und zahlreiche weitere NGO Akteure machen dies möglich. Ein leistungsfähiger Finanzplatz und innovative Entwicklungen im Bereich der sustainable finance sind weitere Treiber des Westschweizer Stiftungswachstums. Last but noch least, sind rund um den Arc lémanique zahlreiche, global agierende Unternehmen angesiedelt, die ihre philanthropischen Aktivitäten in Form einer Corporate Foundation bündeln.

Über sechs Jahre ist SwissFoundations nun schon mit einer Geschäftsstelle und einem eigenen Team in der Romandie vertreten. Die «Maison des fondations» am Chemin Rieu 17 in Genf wird durch das langjährige SwissFoundations Mitglied, die Fondation Louis Jeantet, beherbergt. Dank unserer Präsenz vor Ort konnte die Anzahl französischsprachiger Mitglieder auf rund 40 Förderstiftungen verdreifacht werden. Der grösste Zuwachs kam aus Genf, gefolgt vom Kanton Waadt. Auch in den restlichen welschen Kantonen entwickelt sich SwissFoundations stetig; wir sind nun in allen französischsprachigen Kantonen, mit mindestens einem Mitglied, präsent.

Schweizweit besonders interessant ist die vom Kanton Genf lancierte Initiative «Genève et la Philanthropie». In enger Zusammenarbeit mit SwissFoundations fördert die Initiative den Brückenschlag zwischen Stiftungsvertretern und Behörden. Die beiden Partner haben in den letzten Jahren thematische «rencontres philanthropiques» zu Themen wie Kultur, Krebs, Handicap, architektonischen Erbes, Academia, Sozialem und im kommenden Herbst zur Biodiversität organisiert. Das neu lancierte Internetportal «Genève et la Philanthropie» schafft Transparenz und die Rahmenbedingungen für Stiftungen sollen überprüft und verbessert werden. Die Vision ist es, Genf als «Capitale de la Philanthropie» zu positionieren.

Auch die Philanthropieforschung und -lehre hat sich in der Romandie etabliert, mit dem neuen Lehrstuhl für Family Philanthropy der Executive School IMD in Lausanne, und mit dem 2017 eröffneten Centre en Philanthropie der Universität Genf (GCP). Zusätzlich zu einer Veranstaltung zu Recht und Philanthropie sowie zur Masterclass gibt es dort ab diesem Sommer einen Lehrstuhl für Verhaltensphilanthropie (behavioral philanthropy) sowie ein CAS in effective grant-making and management. Besonders begrüssenswert ist die starke Achse, die zwischen dem Center for Philanthropy Studies (CEPS) in Basel und dem GCP entsteht.

Dass der Stiftungssektor Romandie weiterhin so dynamisch bleibt, wie er sich heute zeigt, dafür sorgen viele verschiedene Akteure und eine hohe Bereitschaft zur Kooperation. Das von SwissFoundations initiierte Forum des Fondations hat über die Jahre die wichtigsten Partner überzeugt, gemeinsam ein jährliches Treffen des Westschweizer Stiftungssektors zu gestalten. So sind neben der Association de Genève des Fondations Académiques (AGFA) und der Académie des Administrateurs (ACAD), proFonds, das GCP und IMD mit an Bord.

So heisst es auch diesen Herbst am 1. Oktober 2019 wieder: Es ist Tag der Stiftungen und der Westschweizer Stiftungssektor trifft sich am IMD in Lausanne zum Forum des Fondations. Termin eintragen und vorbeischauen. Wir freuen uns auf Sie!
Ihre,

Dr. Claudia Genier
Stellvertretende Geschäftsführerin SwissFoundations, Leiterin Geschäftsstelle Romandie

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