4. Artikel der Blogreihe mit SwissFoundations!

Obiges Statement, welches uns vor einigen Tagen per Mail erreichte, trifft den Nagel auf den Kopf: Die Vernetzung in- und ausserhalb des Schweizer Stiftungssektors wird wichtiger denn je. Entsprechend gross ist das Interesse am Schweizer Stiftungssymposium, das sich inzwischen zum grössten Branchentreffen der Schweiz entwickelt hat. Besonders schön zu beobachten ist, wie das Feld der Teilnehmenden und ReferentInnen mit jedem Jahr bunter und durchmischter wird. Etwas Namedropping sei mir daher verziehen, wenn ich Ihnen einen ersten Einblick ins diesjährige Programm präsentiere:

Mit Antonis Schwarz kommt eine junge Perspektive der neuen Stiftergeneration auf die Hauptbühne. Als Gründer der Guerilla Foundation und Impact Investor wird er über das Potenzial aktivistischer Philanthropie sprechen – gleich vor Leslie Johnston, Executive Director der C&A Foundation, und direkt nach Aengus Collins, Head of Global Risks and the Geopolitical Agenda des World Economic Forum.

Sie sehen, es wird politisch. Und wo es um Politik geht, ist auch die Psychologie nicht weit. «Warum wir (fast) alles wissen und doch (so) wenig tun», dazu tauschen sich Prof. Dr. Veronika Brandstätter-Morawietz, Professorin für Allgemeine Psychologie mit Schwerpunkt Motivation, Thomas Vellacot, CEO des WWF Schweiz und Dr. Barbara Bleisch, Philosophin und Moderatorin der Sternstunde Philosophie (SRF) aus. Weiter geht es am zweiten Tag mit Gabriele Woidelko, Leiterin Bereich Geschichte und Politik der Körber Stiftung, zum Thema «Gemeinsam die offene Gesellschaft verteidigen – Wie Stiftungen Demokratie und Solidarität in Europa fördern».

Ist die Schweizer Stiftungsbranche schon mal an einem Ort versammelt, wollen wir aber nicht nur miteinander diskutieren, sondern auch voneinander lernen: Was passiert zum Beispiel, wenn Stiftungen ihre Zielgruppen mitentscheiden lassen? Was, wenn der Stiftungsrat plötzlich unternehmerisch denken soll? Wie findet man das richtige Förderkonzept? Und wie entsteht eine konstruktive Fehlerkultur?

Wie es sich für ein zukunftsgerichtetes Symposium gehört, kommt auch das Thema Digitalisierung nicht zu kurz. Schon seit längerem in aller Munde, jedoch selten konkret erfasst, wollen wir das Ganze aus einer umsetzungsorientierten Perspektive angehen: Lukas Bruhin, Generalsekretär des Eidgenössischen Departements des Inneren, wird exklusiv aus der Werkstatt der digitalen Transformation der Stiftungsaufsicht (eESA) berichten. Ob es sich bei der digitalen Transformation in Stiftungen in erster Linie um die Eliminierung von Block und Bleistift handelt oder doch mehr dahintersteckt, schildern tags darauf gleich zwei Stiftungsvertreterinnen. Eingeladen haben wir Stefanie Holm, Communications Managerin der ON Foundation, und Karin Schumacher, Chief Operating Officer der Fondation Botnar.

Dies ein kleiner Vorgeschmack auf zwei dichte Tage, die 19 Diskussions-, Praxis- und Themenforen, zahlreiche Keynotes, ein vielfältiges Rahmenprogramm und einen gemeinsamen Abendanlass bieten. Wir freuen uns, Sie auf unserer «Grand Tour de Suisse» dieses Jahr im Berner Oberland zu begrüssen und gemeinsam das Ökosystem «Beyond the Comfort Zone» zu entdecken.

Ihre
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Katharina Guggi
Kommunikation & Digitale Strategie

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