Stiftungsdatenbank Schweiz - Weshalb braucht es in der Schweiz eine Stiftungsdatenbank? Ein öffentliches Register aller gemeinnütziger Stiftungen existiert nicht. Der Staat bietet das nicht an. Nur wird ein Verzeichnis aller Stiftungen betrieben, welche unter eidgenössischer Aufsicht sind. Gemeinnützige Stiftungen unter Aufsicht der Kantone oder Gemeinden sind darin jedoch nicht aufgeführt. Auch Stiftungen unter kirchlicher Aufsicht lassen sich da nicht finden. Fundraiso.ch hat im Jahre 2014 begonnen alle gemeinnützigen Stiftungen zu registrieren. Es ist die erste Plattform, welche alle Stiftungen auf diese Art und Weise anbietet. Denn auch kleinere Stiftungen, die nicht im Handelsregister sind, lassen sich auf fundraiso. finden. Die Seite www.stipendium.ch betreibt eine ähnliche Stipendiendatenbank, geht aber thematisch nicht über das Thema Bildungsförderung hinaus.

Stiftungsdatenbank Schweiz

Für wen ist die Stiftungsdatenbank Schweiz?

Es sind viele Zielgruppen auf die Nutzung einer Stiftungsdatenbank angewiesen. Zahlreiche Stiftungen verfügen über Vermögen, das sie für gemeinnützige Zwecke nutzen. Entsprechend sind gemeinnützige Organisationen oder andere potentielle Empfänger dieser Gelder an den einzelnen Stiftungen interessiert. Juristen und Treuhänder fungieren oft als Verwalter von Stiftungen. Eine Datenbank hilft ihnen neue Kunden zu finden. Auch Vermögensverwalter sind an Stiftungen interessiert, weil Stiftungen potentielle Kunden darstellen. Die verschiedenen Stiftungsverbände nutzen eine Stiftungsdatenbank, um potentielle neue Mitglieder zu finden. Zuletzt ist ein Stiftungsverzeichnis auch für jede einzelne Stiftung sinnvoll, weil einfach mögliche Partner oder Gleichgesinnte gefunden werden können. Synergien, gemeinsame Projekte und eine Effizienzsteigerung des Stiftungssektors Schweiz ist schliesslich die Konsequenz einer hochwertigen Stiftungsdatenbank.

Welche Herausforderungen bringt die Stiftungsdatenbank von fundraiso für die Stiftungen?

Keine Stiftung bleibt im Verborgenen. Das ist die kurze Antwort auf die Frage. Daher wird jede Stiftung über kurz oder lang gewzungen sich zu öffnen. Jede Stiftung muss klar machen, für was sie nun dasteht. Sich hinter dem allgemein formulierten Zweck im Handelsregister zu verbergen macht keinen Sinn mehr. Zu viele Aspiranten schicken sonst Unterstützungsgesuche und versursachen einen zwecklosen Papierkrieg, den keine Stiftung freiwillig bewältigen will. Daher lohnt es sich nach Deutschland zu blicken und von den dortigen Gegebenheiten zu lernen. Es ist unumgänglich geworden eine Webseite oder mindestens eine Facebook-Seite zu betreiben. Für jeden muss sofort ersichtlich sein, was eine Stiftung macht, wie man diese kontaktieren kann und wer die Ansprechperson ist. Macht man das nicht, entstehen die oben genannten Probleme.

Fazit der Nutzer über die Stiftungsdatenbank Schweiz nach 3 Jahren

Die Effizienzgewinne hinsichtlich Zeitersparnis bei der Recherche nach Stiftungen stimmt die Nutzer der Stiftungsdatenbank natürlich positiv. Gleichzeitig werden Bedenken geäussert. Früher hatten nur Profiberater und -agenturen Zugriff auf ähnlich hochwertiges Datenmaterial. Heute ist diese zugänglich für alle. Der Vorteil einzelner Berater schmilzt dahingehend weg, weil der Wissensvorsprung zumindest in der Adresskartei weg ist. Ein Zitat einer Nutzerin aus dem Bereich Stiftungsfundraising:

Früher ging nur ein ausgewählter Personenkreis Stiftungen mit Fördergesuchen an. Seit Inbetriebnahme verschiedener Internetplattformen werden zahlreiche Stiftungen mit Gesuchen zugeschüttet. Diese kommen mit der Beantwortung der Anfragen gar nicht nach und denken über die Liquidierung ihrer Stiftungen nach.

Wie oben beschrieben, ist es heute (wie im erwähnten Deutschland) nicht mehr zeitgemäss sich mit Gesuchen "zuschütten" zu lassen. Entsprechend braucht es Transparenzmassnahmen in Form von Webseiten, Kontaktpersonen etc. wo auch klar kommunizert werden kann, von wem man überhaupt kontaktiert werden will.

Gleichzeitig handelt es sich hier um primär öffentliche Handelsregister-Daten, welche gemäss Bundesverwaltungsgericht zeitlos veröffentlicht werden dürfen. Denn, so argumentiert das Gericht, überwiegt das öffentliche Interesse der Allgemeinheit einfach an Handelsregiserdaten zu gelangen. Dies bestätigt den Bedarf nach einer Stiftungsdatenbank Schweiz, welche zugänglich ist für jeden Mann und jede Frau.