Das Schweizer Stiftungsvermögen ist von 70 Mrd. Franken innert 6 Jahren auf rund 100 Mrd. Franken gestiegen. Dies berichtet der neu erschienene Stiftungsreport 2018. Ein Grund dafür ist die stetig steigende Anzahl an Stiftungen. Man kann sagen, pro Tag wird eine Stiftung neu gegründet. Zudem wurden grössere Institutionen, die zuvor eine andere Rechtsform hatten, in Stiftungen gewandelt. Dazu gehören Pflegeheime und Museen. Beachtlich ist ebenfalls die Tatsache, dass der Wertanstieg der Immobilien, die von Stiftungen gehalten werden, zu diesem Vermögenszuwachs beigetragen haben. Bemerkenswert ist, dass rund vier Fünftel der Schweizer Stiftungen über ein Vermögen von weniger als 5 Mio. Franken verfügen.

Lukas von Orelli, Präsident von Swiss Foundations, geht davon aus, dass in der Schweiz noch deutliches Potenzial nach oben besteht. Im Stiftungsreport wird er im Rahmen eines Interviews zitiert, dass in den kommenden Jahren jährlich 60 Mrd. Franken vererbt würden. Dies sei eine grosse Gelegenheit für den Sektor. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen günstig gehalten werden. Er träume davon, das aktuelle Fördervolumen von geschätzten 2 Mrd. Franken/ Jahr in den nächsten zwei Jahrzehnten verdoppelt zu sehen.

Geografische Verteilung der gemeinnützigen Stiftungen in der Schweiz

Verteilung Stiftungen Schweiz
Quelle: Stiftungsreport 2018

Das grösste Vermögen mit 40 Milliarden Franken, aufgeteilt auf 4362 Stiftungen, beaufsichtigt die Eidgenössische Stiftungsaufsicht. Darauf folgen die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land, deren Stiftungen ein Gesamtvermögen von fast 17 Milliarden Franken aufweisen. Im Durchschnitt beläuft sich die Bilanzsumme einer Schweizer Stiftung auf 8,2 Millionen Franken.

Rund 70% aller gemeinnützigen Stiftungen sind regional verankert und unterstützen gemeinnützige Initiativen und Vorhaben vor Ort. Der Sektor wächst aber nicht nur, sondern wird auch zunehmend professioneller. Der vollständige Stiftungsreport ist hier zu finden.

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